Ausbildung

Anforderungen an den Schiri

Auf dem Weg zu einer Schiedsrichter-Persönlichkeit……

Ein Schiedsrichter, der stets sicher auftritt und in jeder Spielphase erkennen lässt, dass er seiner Aufgabe gewachsen ist, wird von allen Beteiligten eher anerkannt als derjenige, der unsicher und unentschlossen wirkt. Korrektes Verhalten sollte für jeden Schiedsrichter selbstverständlich sein. Nur wer sich als Schiedsrichter immer einwandfrei verhält, kann erwarten, dass er und seine Entscheidungen während des Spiels respektiert werden.
Dazu gehören nicht nur eine saubere Kleidung, sondern auch gute Umgangsformen. Kein Mensch hat es gerne, wenn er laut und ironisch angesprochen wird, schon gar nicht lässt sich jemand gerne anschreien. Aus diesem Grund muss der Schiedsrichter sich in jeder Situation um den richtigen Ton bemühen.
Wichtig ist auch, dass der Schiedsrichter immer die Ruhe bewahrt und sich unter Kontrolle hat. Gerade dann, wenn Spieler und Trainer hektisch reagieren, muss der Schiedsrichter überlegt und besonnen handeln.
Mitunter ist es erforderlich, einer Entscheidung, einem Hinweis oder einer Ermahnung durch eindeutige Mimik oder Gestik Nachdruck zu verleihen. Daran erkennen die Spieler, was der Schiedsrichter duldet oder auf keinen Fall durchgehen lässt. Die Körpersprache des Schiedsrichters kann von maßgeblicher Bedeutung sein und die Situation entschärfen.
Energisch aufzutreten ist angemessen, Überheblichkeit, Selbstdarstellung und provozierendes Auftreten sind in jedem Fall verwerflich. Es ist nicht nötig, Spiele oder Trainer zu „belehren“ oder zu „kommandieren“. Damit werden nur Schwächen überspielt und schaden der Außendarstellung.
Der Schiedsrichter muss unbeeindruckt bleiben, sich durchsetzen und unmissverständlich entscheiden. Er muss berechenbar sein. Nicht alles zu hören ist eine Kunst, alles zu sehen eine andere. Oft reicht es aus, nach einer Entscheidung in Position zu laufen, um zu dokumentieren, dass zusätzliche Erklärungen unnötig sind und nur den Spielfluss hemmen. Auch kurze Hinweise an die Spieler sind im Vorbeilaufen nicht verboten.
Überzogene Spielerkritik ist freilich nicht zu tolerieren. Da reichen Ermahnungen häufig nicht mehr aus. Ein Schiedsrichter, der sich kritisieren lässt, verliert an Autorität bei Spielern, Trainern und Publikum. Wer sich als Schiedsrichter gar anfassen oder stoßen lässt, darf nicht mit Nachsicht von Beobachtern rechnen. Schlimmer noch: seine Souveränität auf dem Spielfeld wird erheblich in Zweifel gezogen. In diesen Fällen ist ein konsequenter Schiedsrichter gefragt, der unerbittlich rot zeigt. Das wird auch dem schärfsten Fanatiker einleuchten.
Insgesamt sind sicheres und bestimmtes Auftreten, korrektes und ruhiges Verhalten und ein angemessener Umgangston der Garant für eine optimale Spielleitung.
Daran sollten alle arbeiten, in welchen Klassen auch immer sie tätig sind.

Roland Schäfer
KSO Rhein-Pfalz

Das Training des Schiedsrichters

Vgl. Sportärztlicher Ratgeber für den Fußballschiedsrichter, hrsg. Dr. H.-J.Eissmann, Leipzig 1996)

 

Allgemeines
Unter sportlichem Training versteht man die physische, technisch-taktische und psychische, Vorbereitung auf ein sportliches Ziel z.B. die Leitung eines Spiels als Schiedsrichter mittels Körperübungen, d.h. durch eine physische Belastung. Im Bereich des Leistungssports werden die Körperübungen nach ihrer Form und Struktur im Vergleich zur wettkampfspezifischen Bewegung eingeteilt inAllgemeinentwickelnde ÜbungenWettkampfübungenSpezialübungen
Der jeweilige Trainingszustand kennzeichnet die durch Belastungen des Trainings und des Wettkampfes erhöhte sportliche Leistungsfähigkeit

Die fünf motorischen Hauptbeanspruchungsformen

Koordination
Unter Koordination verstehen wir das Zusammenwirken von Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufs. Vielfach werden auch statt Koordination die Begriffe Geschicklichkeit Gewandtheit oder Psychomotorik benutzt. Die koordinativen Fähigkeiten wirken sich praktisch bei sämtlichen Sportarten aus, selbst bei sog. wenig technischen Sportarten wie Radfahren oder Laufen.

Flexibilität
Die Flexibilität oder Beweglichkeit wird als der willkürlich mögliche Bereich in einem oder in mehreren Gelenken definiert.

Dehnungsübungen verbessern die Flexibilität und beugen gegen Verletzungen vor, wenn sie zu Beginn und am Ende sportlicher Beanspruchungen angewandt werden.

Kraft
Die Haupterscheinungsformen der Kraft stellen beim Menschen die statische Kraft, die dynamische Kraft und die Kraftausdauer dar.

Bei der statischen Kraft bleibt die Muskellänge konstant.

Die dynamische Kraft ist die Kraft, die ein Muskel oder eine Muskelgruppe willkürlich innerhalb eines gezielten Bewegungsablaufs entfalten kann. Als Unterform gehört die Schnellkraft in den Bereich der dynamischen Kraft.

Wird ein hoher Krafteinsatz über eine längere Zeit aufrechterhalten, so sprechen wir von Kraftausdauer.

Schnelligkeit
Die Schnelligkeit wird in erster Linie von der Schnellkraft und der Koordination bestimmt. Schnelligkeitsmessungen lassen sich entweder mit biomechanischen Methoden oder mit Läufen über kurze Distanzen mit stehendem oder fliegenden Start (z.B.50m Lauf) durchführen.

Ausdauer
Die Ausdauer ist charakterisiert durch die Fähigkeit, eine gegebene Leistung über einen möglichst langen Zeitraum durchhalten zu können. Somit ist die Ausdauer identisch mit der Widerstandsfähigkeit gegen Ermüdung. Theoretisch lässt sich Ausdauer in lokale oder allgemeine Muskelausdauer oder in die allgemeine und spezielle Ausdauer einteilen.

 

Trainingsgrundsätze für den Schiedsrichter
Regelmäßigkeit des Trainings ist oberstes PrinzipDauermethode ist besser als IntervallmethodeLang und langsam ist besser als kurz und schnellUmfangserhöhung geht vor IntensitätserhöhungAusdauer kommt vor Kraft und Schnelligkeit.
In der Vielfalt des Einsatzes der Trainingsmittel liegt beim „älteren“ Schiedsrichter eine- Reserve

 

Trainingsgestaltung
Nach eigenen Erfahrungen besteht bei der Trainingsgestaltung eines Schiedsrichters das Problem der methodischen Anleitung. Besonders schwer haben es diejenigen Schiedsrichter, die nie die Erfahrung eines wöchentlich geregelten Fußballtrainings machen konnten.

Planung des Trainings

Die sportliche Leistung des Fußballschiedsrichters
Jede sportliche Disziplin besitzt ihre eigenen Merkmale im Moment des Wettbewerbes. Die des Schiedsrichters kann man folgendermaßen definieren:

Hinsichtlich seiner physischen Aufgabe übt er einen individuellen Sport aus.Hinsichtlich seiner taktischen Tätigkeit ist es eine Kollektivarbeit, da die Assistenten mit ihm eine Mannschaft bilden,Hinsichtlich der Bewegungsstruktur gleicht er einem Fußballspieler im freien Raum ohne Ball und Gegenspieler.

Diese komplexe Tätigkeit bedingt seine sportliche Leistung auf dem Spielfeld

Er benötigt in erster Linie die Ausdauer zur Realisierung des Laufpensums über 90 bzw. 120 Minuten, er benötigt die Schnelligkeit in der Bewegung und in der Reaktion, um sich entsprechend der Situationsänderung von Ball und Spielern anpassen zu können.

Äußere klimatische Bedingungen und schlechte Bodenverhältnisse können die Anforderungen noch erhöhen

Dabei darf nie vergessen werden, dass ein guter Fitnesszustand auch eine psychische Sicherheit mit sich bringt, die bei allen Entscheidungen unerlässlich ist.

Bei der Planung de Trainings sind drei wesentliche Zeiträume zu unterscheiden:

Vorbereitungsperiode - Haupt- oder Wettkampfperiode - Übergangsperiode

In der Vorbereitungsperiode werden die nötigen Grundlagen für die Kondition gelegt, vorwiegend durch ein Ausdauertraining. Der Zeitraum erstreckt sich über mehrere Wochen vor dem Beginn der Saison. Am Ende dieser Periode ist es ratsam einige Freundschaftsspiele mit entsprechendem Niveau zu leiten.

In der Hauptperiode, der eigentlichen Serie über einen längeren Zeitraum von 4-5 Monaten, sollte das Training auch spezifische Elemente enthalten. Die Winterpause liegt zwischen den beiden Serien bei einer doppelten Periodisierung und entspricht dann wieder einer Vorbereitungsperiode.

Die Übergangsperiode beinhaltet die Wochen ab Ende der offiziellen Spielsaison bis zu nächsten Vorbereitungsperiode. Sie sollte vorwiegend für eine psychische Regeneration genutzt werden, wobei die körperliche Aktivität niemals auf „Null“ absinken darf.

Beispiele für das Wochentraining

Vorbereitungsperiode
1. Tag
Erwärmung 20 Minuten
Waldlauf 20 Minuten
Allgemeine Übungen für Arme, Beine, Bauch- und Rückenmuskulatur 15 Minuten
Lauf 10 Minuten
Stretching 15 Minuten

2. Tag
Erwärmung 20 Minuten
Schnelligkeit 10 Minuten
10x20 m (Antrittsschnelligkeit) oder Serien von 2x30m/3x40m/3x50 m mit Pausen von3 Minuten zwischen den Laufen und von 4 Minuten zwischen den Serien.

Allgemeine Übungen für Arme, Beine, Bauch- und Rückenmuskulatur 15 Minuten
Stretching 15 Minuten

3. Tag
Erwärmung 15 Minuten
Waldlauf (Cross) 30 Minuten
Allgemeine Übungen für Arme, Beine, Bauch- und Rückenmuskulatur 15 Minuten
Stretching 15 Minuten

4. Tag
Erwärmung 20 Minuten
Spiele: z.B.. Basketball, Tennis 60 Minuten
Stretching 15 Minuten

Hauptperiode
1. Tag
Erwärmung 20 Minuten
6x 10 m Steigerungsläufe Variationen über eine Distanz von 120 m: 120 m Steigerungslauf Tempowechsellauf über 120 m (40 m schnell-40 m langsam 40 m schnell, dann 40 m langsam-40 m schnell 40 m langsam, dann 60 m langsam-60 m schnell) insgesamt 3 mal, Pausen zwischen den Serien 6 Minuten.

leichter Lauf 15 Minuten
Allgemeine Übungen Arm-, Bauch und Rückenmuskulatur 13 Minuten
Stretching 15 Minuten

2. Tag
Erwärmung 20 Minuten
Schnelligkeit
(Reaktionsschnelligkeit) 10 Minuten
verschiedene Antritte aus unterschiedlichen Startpositionen Serien: 6 x 20 m, Pause 2 Min. zwischen den Laufen, die maximal zu absolvieren sind

4 x 40 m, Pause 3 Min.
3 x 60 m, Pause 4 Min.
1 x 80 m, Pause 5 Min.
Leichter Lauf 15 Minuten
Allgemeine Übungen für Arm-, Bauch- und Rückenmuskulatur 15 Minuten
Stretching 15 Minuten

3. Tag
Erwärmung 20 Minuten
3 x 150 m mit 80% der Maximalgeschwindigkeit 3 Minuten Pause zwischen den Läufen
20 Läufe mit 70% der Maximalgeschwindigkeit in aufrechter Haltung auf dem Fußballfeld zwischen den Strafräumen
Leichter Lauf 15 Minuten
Allgemeine Übungen für Arm- ,Bauch- und Rückenmuskulatur 15 Minuten

4.Tag
Einsatz als Schiedsrichter

Die Verantwortung des Schiedsrichterassistenten

Mit dem Schritt vom Linienrichter zum Assistenten wurde auch der Verantwortungsbereich wesentlich erweitert. Er ist Mitarbeiter im Schiedsrichter-Team, das gemeinsam für die Spielleitung verantwortlich ist.

Wichtigste Forderung ist die volle Konzentration auf das Spiel und teilweise auf das Umfeld.

Bei den administrativen Aufgaben (Prüfung der Spielunterlagen, des Spielfeldaufbaus, der Auswechselvorgänge sowie der Aufzeichnung über Persönliche Strafen, der Abfassung des Spielberichts) dürfen keine Fehler unterlaufen, weil hier mit Sorgfalt und ohne Zeitdruck gearbeitet werden kann.

Das Umfeld interessiert den Assistenten nur dann, wenn Auswirkungen auf das Spiel festzustellen sind.

Das Verhalten der Zuschauer an sich ist unwichtig. Erreichen jedoch Gegenstände, zum Beispiel Knallkörper, das Spielfeld oder dringen Zuschauer ein, ist der Assistent gefordert. Keinesfalls darf er Ruhe und Übersicht verlieren, meist bespricht er mit dem Schiedsrichter, was zu tun ist.

Um Trainer und Auswechselspieler kümmert er sich nur, wenn diese verbotene Aktivitäten entwickeln (Unsportlichkeiten, Beleidigungen, eventuell Verlassen der Technischen Zone).

Nachdem er sich bei der Platzbesichtigung mit seinem „Arbeitsfeld" vertraut gemacht hat, beginnt mit der Zeitnahme beim Anstoß die Phase ununterbrochener Konzentration Anfangsschwierigkeiten beim Laufen wird er bei häufigeren Einsätzen überwinden.

Besonders wichtig ist ein gutes Stellungsspiel, das nur in Grundzügen vorher festgelegt werden kann, weil jedes Spiel anders verläuft.

Zentrale Forderung Ist die ständige Blickverbindung zum Schiedsrichter. Sie darf trotz der anderen Aufgaben nicht vernachlässigt werden.

Die einzelnen Fahnenzeichen sind im Regelheft festgelegt. Ihre Dauer ist jedoch unterschiedlich. Wenn ein Ball das Spielfeld verlassen hat, bleibt die Fahne oben, bis der Schiedsrichter reagiert.

Bei der Anzeige von Abseits oder Fouls muss oft kurz überlegt werden, „ob die Fahne kommt". Der gute Assistent reagiert hier keinesfalls zu schnell Eine kurze Verzögerung des Zeichens ist durchaus vertretbar, oft sogar notwendig.

Die meisten Probleme haben die Assistenten bei der Beurteilung von Abseitsstellungen.

Wichtig ist die richtige Position zum Spiel. Normal steht der Assistent auf Höhe des vorletzten Abwehrspielers. Bei einem schnellen Konter muss er einen Sprint ansetzen Für einen Moment verlässt sein Blick das Spielfeld. Hier liegt eine Fehlerquelle, weil ihm zum Beispiel entgeht, wer zuletzt den Ball gespielt hat. Prima, wenn der Assistent rückwärts laufen kann und das Spiel auf sich zukommen sieht.
Bei hoher Konzentration kann der Assistent durchaus feststellen, ob ein Angreifer im Moment der Ballabgabe abseits steht Bei vielen zuckt nun der Arm mit der Fahne. Es fällt oft schwer, einen Augenblick zu warten, um den weiteren Verlauf zu beobachten.
Die Fahne muss kommen, wenn der Spieler aus seiner Abseitsposition auf das Spiel einwirkt. Hier ist die persönliche Entscheidung des Assistenten notwendig Dazu braucht er Überblick und Erfahrung.
Beispiel: Flanke von rechts! In der Linksaußen-Position steht ein Angreifer klar abseits und stört keinen Gegenspieler. Der Assistent hebt die Fahne. Bevor der Schiedsrichter pfeift, schlägt ein Abwehrspieler am kurzen Pfosten den Ball ins eigene Tor. Eine peinliche Situation, die natürlich zu Protesten führt. Warum? Weil der Assistent zu schnell war.
Sehr wichtig: Der Assistent kann „nachwinken".
Beispiel: Bei einem Weitschuss steht ein Angreifer seitlich vom Tor abseits, ohne zu stören Der Torwart wehrt den Ball zu diesem Spieler ab, der ihn annimmt. Jetzt kommt die Fahne!
Umgekehrt muss ein Assistent die Fahne auf ein Zeichen des Schiedsrichters herunternehmen, wenn jener eine klare Ballabnahme durch die Abwehr (zum Beispiel Torwart) erkannt hat.

Der Assistent trägt auch bei der Torerzielung Verantwortung.

Manchmal kann der Schiedsrichter, nicht klar erkennen, ob der Ball vollständig im Tor war. Der Assistent befindet sich normal in der Nähe der Eckfahne und sieht die Torlinie gut. Wenn er von der Torerzielung absolut überzeugt ist, zeigt er dies mit der Fahne an. Im anderen Fall winkt er mit der Hand klar ab. Kann er nichts erkennen, reagiert er nicht.
Geht einer Torerzielung eine vom Assistenten klar erkannte Regelwidrigkeit eines Angreifers voraus, muss ein Fahnenzeichen kommen.

Erkennt der Assistent ein klares Foulspiel oder unauslegbares absichtliches Handspiel eines Spielers -auch im Strafraum- gibt er ein Fahnenzeichen, falls der Schiedsrichter nicht reagiert. (Vorteil beachten!).

Die Verantwortung des Assistenten erstreckt sich auf das gesamte Spielfeld. Tätlichkeiten oder grobe Unsportlichkeiten außerhalb des Blickfelds des Schiedsrichters zeigt er mit der Fahne an. Diese bleibt bis zur Spielunterbrechung oben (eventuell muss der andere Assistent das Zeichen übernehmen).
Bei Zweikämpfen in seinem Bereich unterstützt der Assistent den Schiedsrichter, wobei er sich so weit wie möglich dessen Linie anpasst.
Der Assistent muss alles tun, um einen Regelverstoß des Schiedsrichters zu verhindern. Erkennt er zum Beispiel, dass der Schiedsrichter einen Spieler zum zweiten Mal „Gelb" zeigt, eilt er auf das Spielfeld.
Der Assistent kommt dem Schiedsrichter sofort zu Hilfe, wenn sich eine Spielertraube („Rudel") bildet. Vor allem muss er beobachten, was geschieht, um anschließend den Schiedsrichter bei den persönlichen Strafen zu beraten.

Wer Verantwortung trägt, muss Mut beweisen, sonst ist er für diese Aufgabe nicht geeignet. Der Assistent muss stets bedenken, dass von seiner persönlichen Leistung das Gesamtbild des Teams mit bestimmt wird.

Zitiert nach Hans Ebersberger, Schiedsrichterzeitung 1/03

Aufgaben eines Schiedsrichter-Assistenten

  • Ausbälle
  • Richtung des Einwurfs
  • Abstoß
  • Eckstoß
  • Richtige Lage des Balles beim Eckstoß (Seite Schiedsrichter Assistent)
  • Nur aktive (strafbare) Abseitsstellungen
  • Auswechslungen (dazu Namen notieren)
  • Schuhkontrolle einzuwechselnder Spieler
  • Foulspiele, die der Schiedsrichter nicht erkennt (Richtung der Spielfortsetzung)
  • Regelübertretungen hinter dem Rücken des Schiedsrichters
  • Unauslegbares Foulspiel im Strafraum, wenn es der Schiedsrichter nichtsehen konnte
  • Distanz von 9,15 Metern bei Freistößen in seiner Nähe herstellen
  • Torwart überschreitet die Strafraumlinie mit dem Ball
  • Verhinderung der Spielfortsetzung bei Regelverstößen
  • Ball verlässt den Strafraum nicht nach einem Abstoß
  • Ball verlasst den Strafraum nicht nach einem Freistoß
  • Zeitnahme
  • Torerzielung, wenn Ball nur knapp die Linie überschritten hat
  • Beobachten des Torwarts beim Strafstoß
  • Vergehen des Torwarts beim Strafstoß
  • Betreten des Spielfelds zur Unterstützung bei unübersichtlichen Situationen
  • Notieren der Verwarnungen und Feldverweise
  • Meldung von unsportlichem Verhalten seitens der Offiziellen
  • Anzeigen erforderlicher persönlicher Strafen
  • Beleidigung des Schiedsrichter-Assistenten
  • Ort der Spielfortsetzungen nach längeren Unterbrechungen
 
 
 

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